Warum Natur-Zeit

In einem einfachen Satz zusammengefasst:

Weil wir Zeit in der Natur verbringen müssen, um unsere ureigene Natur gesund zu erhalten!
Das bedeutet: Unsere Körper brauchen lebenslang ausreichend Bewegung in sauberer Luft, gesundes Essen und entspannten Schlaf. Besonders urban lebende Menschen brauchen sowohl sinnliche als auch erdende Anreize für die stetige Resilienz von Geist und Seele.

Mein Weg zur Natur-Zeit

Nachdem ich als Kind in einer noch relativ intakten Natur auf dem Lande aufwachsen durfte, zog es mich als junge Erwachsene in die große weite Welt. Die Vielfalt und Moderne der Stadt berauschten mich. So wie es damals mir geschehen, ergeht es fast allen Menschen in unserer Gesellschaft. Alles scheint möglich, alles können wir haben und selbstverständlich können wir nach unserer eigenen Façon leben. Doch nach etlichen Jahren des Konsumierens und Ausprobierens kam es zu Reifungsprozessen. Spätestens seit der Geburt meines ersten Kindes wurde ich wach und spürte die Sehnsucht, nein, das Bedürfnis, nach einem einfachen Leben auf dem Lande - im Einklang mit der Natur.

Und bis heute tanze ich auf dem Seil zwischen Moderne und Einfachheit, denn so einfach ist das eben nicht mehr mit dem „einfach Leben“ in unserer komplizierten, schnelllebigen Zeit mit immer weniger Werten und mangelnden Vorbildern.

Es war also so, dass ich mir Ruhe in gesunder Natur mit viel Zeit für unsere kleine Familie wünschte – und das nicht nur für drei Wochen Urlaub im Jahr oder einen Wochenendausflug, der mit vielen anderen in der Karawane auf der Autobahn begann. Mit meinem (vermeintlich) neuen Bedürfnis erntete ich unverständiges Kopfschütteln. Du hast doch alles! Was willst du noch? Und ja, ich wollte noch viel mehr! Doch bevor es mir gelang im Alltag mehr Natur-Zeit zu leben, durfte ich demütig anfangen zu lernen.

Mein Kopf sollte wieder frei sein für all die spannenden Geschichten, die vor meiner Haustüre in der Natur warteten und von denen ich höchstens erahnen konnte, dass sie mich mein restliches Leben beschäftigen würden. Es hieß loslassen von einigen Gewohnheiten, Denkmustern oder Beziehungen.


Und nicht nur das, denn ich habe eine Transformation erlebt, die mich wie ein Neugeborenes hinauskatapultierte in eine mir plötzlich neue Welt. Diese bestand aus bisher nie so wahrgenommenem Leben voller Bäume, mit Wiesen voller Blumen, Wassern in allen Formen, facettenreichen Steinen und Felsen, Lagerfeuern und Nächten unterm Sternenzelt.

Meine jahrelangen Ausbildungen über das Wissen unserer Vorfahren haben mir Augen und Ohren geöffnet. Solch eine Vielfalt hätte ich mir nicht träumen lassen. So z.B. wie viele Pflanzen und Lebewesen auf einem Stückchen Mutterboden leben und wie alles miteinander vernetzt ist.

Je mehr ich lernte und lerne, umso deutlicher spüre ich, dass mein Leben nicht ausreichen wird, um die Natur völlig zu erfassen. Allerdings – ich bin durchdrungen von dem Gefühl der Verbundenheit mit allem was ist. Das bedeutet, dass selbst wenn mein Geist niemals alles verstehen und lernen kann, so habe ich dennoch meine mir vertraute Heimat gefunden: Hier bei mir in der Natur.

Ich bin heute unendlich dankbar für Erde, Sonne, Wind und Regen. Dankbar für ihr Sein und dem unermüdlichen Kreislauf von Werden und Vergehen. Dankbar, weil wir alle unsere Nahrung, Kleidung mitsamt Nest und allen Finessen aus der Erde beziehen!

Mit meinen Angeboten möchte ich einen Beitrag leisten, dass die Erde wieder heilen kann und weiterhin lebenswert ist. Nicht nur für unsereiner, sondern für die Generationen die nach uns kommen: meine Kinder und Deine Enkelkinder! Wie traurig es ist, dass jetzt unsere Kinder auf die Straße müssen, um zu demonstrieren. Um Mäßigung zu bitten, dass der Raubbau der Erde jetzt aufhören muss! 

Es ist so wichtig, einfach anzufangen.Jetzt zu beginnen. Wieder hinaus in den Wald gehen, wieder zu er-leben, zu be-greifen und sich zu-verbinden mit dem was essentiell ist. Das Wenigste was wir tun können ist doch, zu versuchen wieder natur-naher, natur-freundlicher, art-gerechter zu Leben.
Was auch immer dich anspricht oder umtreibt: Jeder Schritt ist ein Anfang!

Oder wie Hermann Hesse es wunderbar beschrieben hat:
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

In der Hoffnung, dass alle Wesen stets ein zufriedenes Erdendasein haben, verbleibe ich mit einer Handvoll Blumengrüße für Dich!


Birgit Vogt
Leiterin, Natur-Zeit